Schloss Wisent, Mittelalterliches Schloss in Amelsdorf, Österreich
Schloss Wisent ist ein rechteckiges Schloss mit einem einstöckigen Hauptgebäude in Burgschleinitz-Kühnring. Das Bauwerk wird von Arkadengängen umgeben, die auf beiden Ebenen um den Hof laufen und dem Gebäude seine charakteristische Form geben.
Die Errichtung des Schlosses begann 1571 unter Valentin Polani und seiner Frau Barbara. Im Jahr 1619 wurde das Gebäude von den Truppen des Grafen Buquoy angegriffen und geplündert, was zur Zerstörung von Teilen der Anlage führte.
Das Schloss steht seit 1755 unter der Verwaltung der Abtei Altenburg und wird bis heute als Wirtschaftshof bewirtschaftet. Die Anlage spiegelt die Verbindung zwischen adeligem Wohnsitz und landwirtschaftlichem Betrieb wider, wie sie in dieser Region typisch war.
Das Gebäude erhielt sein heutiges Aussehen nach einem Blitzschlag im Jahr 1900, bei dem das zweite Obergeschoss entfernt wurde. Besucher sollten bedenken, dass die Anlage noch heute als Bewirtschaftungshof fungiert und daher möglicherweise nicht vollständig frei zugänglich ist.
Zwischen 1944 und 1945 wurden etwa 30 ungarische Juden zur Zwangsarbeit auf dem Schloss eingesetzt und unter strenger Aufsicht von Karl Reschinsky zur Arbeit gezwungen. Diese düstere Periode gehört zur Kriegsgeschichte des Ortes und wird durch die Erinnerung an diese Opfer bewahrt.
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