Schloss Droß, Geschütztes mittelalterliches Schloss in Droß, Österreich.
Schloss Droß ist eine befestigte Burg in Niederösterreich mit vier Flügeln und Ecktürmen, die von erhöhter Position die Landschaft überschaut. Der barocke Glockenturm mit Zwiebeldach prägt das äußere Erscheinungsbild des Komplexes deutlich.
Die Befestigung wurde im 12. Jahrhundert als Wehranlage errichtet und prägte die Verteidigungslandschaft der Region. Im Jahr 1726 erhielt der Bau unter Johann Georg Pichelsdorf umfangreiche barocke Umgestaltungen, die sein heutiges Aussehen bestimmten.
Die Kapelle Sankt Georg im Schloss wird seit 1135 erwähnt und zeigt, wie Religion im Alltag der Burgherren eine zentrale Rolle spielte. Besucher können heute noch die historischen Räume sehen, die von dieser spirituellen Tradition erzählen.
Das Schloss befindet sich im Bezirk Krems-Land und ist normalerweise für Besucher nach Voranmeldung zugänglich. Die barocken Räume können in geführten Touren erkundet werden, die einen Überblick über die Architektur und Nutzung des Gebäudes geben.
Zwischen 1944 und Mai 1945 wurde das Schloss als Arbeitslager genutzt, in dem ungarische Juden bei Forstwirtschaft und anderen Arbeiten eingesetzt waren. Diese dunkle Seite der Geschichte ist heute Teil der Erinnerungsarbeit an das Schloss.
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