Wortel Kolonie, cultureel landschap op de Unesco-Werelderfgoedlijst in Hoogstraten, België
Wortel-Kolonie ist eine Siedlung in Hoogstraten, Belgien, die als Experiment zur Bekämpfung von Armut gegründet wurde und nun zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Gebiet zeigt ein geometrisch angelegtes Muster mit geraden Wegen, historischen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert und Agrarflächen, die diese soziale Utopie bis heute bewahren.
Das Projekt entstand 1822 unter der Leitung von Johannes van den Bosch als Reaktion auf massive Armut nach den Napoleonischen Kriegen. Es war ein Versuch, Bedürftige durch Arbeit und organisierte Gemeinschaften zu unterstützen, bevor es nach der Belgischen Revolution 1830 seinen ursprünglichen Zweck allmählich aufgab.
Der Name der Kolonie verweist auf das niederländische Projekt der "Kolonien der Wohlfahrt", das Armut durch organisierte Gemeinschaften bekämpfen sollte. Noch heute sind die geraden Alleen und symmetrisch angelegten Felder Zeichen dieser sozialen Idee, die in der Landschaft selbst sichtbar wird.
Das Gelände ist zugänglich für Wanderungen und Fahrradtouren durch seine offene Landschaft und historischen Wege. Das Besucherzentrum De Klapekster bietet einen guten Ausgangspunkt, um das Areal zu erkunden und mehr über seine Geschichte zu erfahren.
Die Kolonie wurde 2021 als erste Stätte Belgiens in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, nachdem Aktivisten und lokale Gemeinschaften sie vor dem Verfall bewahrt hatten. Diese Anerkennung zeigt, wie Engagement für Bewahrung ein Stück Geschichte retten kann.
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