L’Anse aux Meadows, Archäologische Stätte in Neufundland und Labrador, Kanada.
L'Anse aux Meadows ist eine archäologische Stätte an der Nordspitze Neufundlands, wo die Reste von acht Gebäuden aus Holz und Torf entlang der felsigen Küste liegen. Die Anlage erstreckt sich über eine Terrasse oberhalb einer geschützten Bucht, mit Wällen und Vertiefungen, die den Grundriss der ursprünglichen Strukturen markieren.
Ausgrabungen ab 1960 bestätigten, dass nordische Siedler aus Grönland hier um das Jahr 1000 einen Stützpunkt errichteten. Die Kolonie bestand nur wenige Jahre, bevor sie aufgegeben wurde, vermutlich wegen Konflikten mit einheimischen Gruppen.
Der Ort trägt seinen Namen nach der französischen Bezeichnung für eine kleine Bucht, die Wikingersiedler als Ankerplatz nutzten. In den nachgebauten Häusern zeigen Darsteller Handwerkstechniken wie Spinnen und Schmieden, während Besucher zusehen und Fragen stellen.
Die Stätte ist von Juni bis September geöffnet und bietet Führungen sowie Vorführungen an, die den Alltag der Wikinger veranschaulichen. Das Gelände liegt an einem windigen Küstenstreifen, daher empfiehlt sich warme Kleidung auch im Sommer.
Archäologen fanden hier Werkzeuge aus Bronze und eine Schmiede, was zeigt, dass die Siedler Metall verarbeiteten. Die Stätte liegt am Ende einer alten Seeroute, die einst Island, Grönland und die nordamerikanische Küste verband.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.