Montreal Laboratory, Physics laboratory
Das Montreal Laboratory war eine nuklearwissenschaftliche Forschungseinrichtung in Montreal, Kanada, die zunächst in einem Gebäude der McGill University untergebracht war, bevor sie auf den Campus der Université de Montréal am Mont Royal umzog. Die Einrichtung bestand aus Labors und experimentellen Anlagen, die speziell für die Erforschung der Kernphysik und die Entwicklung von Atomtechnologie ausgestattet waren.
Das Labor wurde 1942 vom National Research Council of Canada gegründet, als Kanada und Großbritannien beschlossen, ihre Kräfte für die Erforschung der Kernspaltung zu bündeln. Nach Kriegsende wurden die Aktivitäten nach Chalk River in Ontario verlagert, und die Einrichtung in Montreal schloss 1946.
Der Name des Labors verweist schlicht auf seinen Standort in Montreal, einer Stadt, die während des Zweiten Weltkriegs zu einem Treffpunkt für Wissenschaftler aus Kanada, Großbritannien und anderen Ländern wurde. Wer heute den Campus der Université de Montréal besucht, wo das Labor untergebracht war, spürt noch etwas von dieser Vergangenheit als Ort internationaler Zusammenarbeit.
Der frühere Laborstandort auf dem Campus der Université de Montréal ist heute kein öffentlich zugänglicher Ort für Besucher, aber der Campus selbst kann frei begangen werden. Ein Besuch lohnt sich am besten in Kombination mit einem Spaziergang auf dem Mont Royal, der sich direkt in der Nähe befindet.
Im September 1945 wurde hier ZEEP in Betrieb genommen, der erste Kernreaktor, der außerhalb der Vereinigten Staaten funktionierte. Dieser Reaktor lief mit schwerem Wasser, einer damals noch wenig erprobten Technik, die später zum Markenzeichen der kanadischen Reaktorentwicklung wurde.
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