Maison Drouin, Französisches Kolonialhaus in Sainte-Famille-de-l'Île-d'Orléans, Kanada.
Maison Drouin ist ein rechteckiges Steinhaus aus der Kolonialzeit Frankreichs mit einem Dachstuhl aus Holzschindeln und einem zentralen Schornstein an der Chemin Royal. Das Gebäude überblickt den Sankt-Lorenz-Strom und zeigt die typische Bauweise der Region aus dem 18. Jahrhundert.
Das Haus entstand zwischen 1729 und 1730 mit Erweiterungen von 1734 bis 1736 und blieb mehrere Generationen in der Familie Drouin. Im Jahr 1996 übernahm die Fondation François-Lamy das Gebäude, um es für die Zukunft zu bewahren.
Das Innere zeigt traditionelle Wohnräume mit breiten Zungenbrett-Wänden und verputzten Latten-Trennwänden, wie sie in Québec vor der industriellen Zeit üblich waren. Diese Anordnung lässt sich noch heute beim Betreten der Räume unmittelbar erleben.
Besucher können das Haus von Mitte Juni bis Mitte Oktober besichtigen. Die angeleiteten Touren nutzen Tablets mit Videos über frühere Bewohner, um die Geschichte lebendig zu vermitteln.
Das Ministerium für Kultur und Kommunikation erkannte das Gebäude 2010 als geschütztes Kulturgut an, was eine strenge Bewahrung seiner ursprünglichen Merkmale ohne moderne Veränderungen sicherstellt. Diese offizielle Anerkennung schützt die historischen Substanz vor Umgestaltungen.
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