Lentienser, Germanische Stammessiedlung am Bodensee, Schweiz
Die Lentienses waren ein germanischer Volksstamm, der die Landschaft zwischen der Donau, der Iller und dem Bodensee besiedelte. Ihre Siedlungen entstanden in dem Gebiet, das heute Südschweiz und angrenzende Regionen umfasst.
Der Stamm entstammt den frühen germanischen Wanderungen und etablierte sich in der Grenzregion zum Römischen Reich. Im Jahr 378 unternahmen sie einen Vorstoß über den gefrorenen Rhein in römisches Gebiet, wurden aber von Kaiser Gratianus in der Schlacht von Argentovaria besiegt.
Die Lentienser bewahrten ihre Stammesidentität durch Widerstand gegen die römische Expansion und zeigten Unabhängigkeit durch mehrfache Einfälle.
Heute sind nur wenige Überreste dieser antiken Gemeinschaft sichtbar, hauptsächlich durch archäologische Funde in Museen der Schweiz und Süddeutschlands dokumentiert. Wer an diesem historischen Volk interessiert ist, findet Informationen an lokalen Museen in der Bodenseeregion.
Der Name Lentienses leitet sich vom keltischen Dorf Lentia ab, das mit der heutigen Linzgau-Region nördlich des Bodensees verbunden ist. Diese sprachliche Verbindung zeigt, wie verschiedene Kulturen in dieser Grenzregion aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.