Wildkirchli mit Kapelle St. Michael, Höhlen- und Kapellenkomplex in Schwende, Schweiz
Das Wildkirchli ist ein Höhlen- und Kapellenensemble in einer Felswand auf 1488 Metern Höhe. Das System besteht aus drei miteinander verbundenen Höhlen, von denen die Altarhöhle als Kapelle genutzt wird.
Die Altarhöhle wurde 1657 unter Pastor Paulus Ulmann in eine Kapelle umgewandelt und erhielt 1860 einen Glockenturm. Archäologische Ausgrabungen zwischen 1903 und 1908 brachten Feuersteinartefakte und Neandertaler-Überreste zutage, was frühe menschliche Besiedlung belegt.
Der Name Wildkirchli bedeutet "Wilde Kirche" und verweist auf die heilige Stätte, die sich tief in der Felswand befindet. Die Kapelle wird heute von Besuchern aufgesucht, die sich von der Lage in der Höhle und dem Blick ins Tal beeindruckt zeigen.
Besucher erreichen die Wildkirchli mit einer Zahnradbahn von Wasserauen hinauf zur Ebenalp und wandern dann abwarts zum Höhlensystem. Der Abstieg ist steil und erfordert Vorsicht, besonders bei nassen oder winterlichen Bedingungen.
Die Untere Höhle war von 1658 bis 1853 Wohnort von Eremiten, bevor sie Teil des Aescher Gasthofs wurde. Seit 1972 funktioniert dieser Raum als Museum und bewahrt Spuren dieser besonderen Bewohner.
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