Archiv des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Gedächtnisinstitution an der Avenue de la Paix, Genf, Schweiz.
Das Archiv der Internationalen Komitees des Roten Kreuzes bewahrt eine umfangreiche Sammlung mit Dokumenten, Fotografien, Filmen und Tonaufnahmen auf, die humanitäre Einsätze dokumentieren. Die Bestände umfassen neun Millionen digitale Dokumente und etwa 800.000 Bilder, die sich über mehrere Kilometer erstrecken.
Das Archiv entstand 1863, als eine kleine Gruppe von Gründern in Genf das Internationale Komitee zur Hilfe für Verwundete ins Leben rief. Dieses Gründungsereignis markierte den Anfang einer Institution, die sich zum wichtigsten Zentrum für humanitäre Dokumentation weltweit entwickelte.
Die Sammlung dokumentiert, wie sich internationale humanitäre Hilfe seit dem 19. Jahrhundert entwickelt hat und zeigt die Rollen verschiedener Organisationen in Krisensituationen. Besucher können nachvollziehen, wie sich die Arbeitsweise und der Umfang dieser Unterstützung im Laufe der Zeit verändert haben.
Forscher können auf Dokumente vor 1975 durch ein Online-Reservierungssystem zugreifen und müssen für sensible Materialien spezifische Genehmigungen einholen. Die meisten Bestände sind vor Ort in Genf einsehbar, wobei digitale Kopien von vielen Dokumenten auch online verfügbar sind.
Die Institution verwaltete während des Zweiten Weltkriegs die Internationale Agentur für Kriegsgefangene, die Millionen von Dokumenten mit frühen Maschinen verarbeitete. Diese Tätigkeit war entscheidend für die Verfolgung von vermissten Personen und Kriegsgefangenen in großem Maßstab.
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