Kapuzinerkloster auf dem Wesemlin, Klostergebäude in der Stadt Luzern, Schweiz
Das Kapuzinerkloster auf dem Wesemlin ist ein Kloster in Luzern, das auf einem Hügel liegt und aus einer Kirche, Wohnräumen für die Mönche und einem umfangreichen Garten besteht. Das schlichte Gebäude mit Steinmauern und ein Dachreiter prägen das Aussehen, während im Inneren drei klar geteilte Bereiche - Schiff, Chor und Altarraum - eine traditionelle Anordnung zeigen.
Das Kloster wurde 1584 gegründet, als Kaspar Pfyffer, ein Luzerner Ratsherr, Land spendete und die Kapuziner in der Stadt ansiedelte. Über die Jahrhunderte erfolgten mehrere Erweiterungen, besonders zwischen 1674 und 1675 sowie während der großen Renovierung von 1953 bis 1957, die das Gebäude seine heutige Form gab.
Das Kloster ist ein Ort, an dem sich die Kapuziner seit über 400 Jahren der Gemeinschaft widmen und Besuchern zeigen, wie einfaches Leben möglich ist. Die Räume, der Garten und die Angebote für Meditation spiegeln bis heute die franziskanische Tradition der Einfachheit und des Dienens wider.
Das Kloster liegt auf dem Wesemlin-Hügel in der Stadt und ist zu Fuß erreichbar, wobei der Aufstieg durch ruhige Straßen und an historischen Gebäuden vorbeiführt. Besucher können die Kirche besichtigen, das Gelände erkunden und die 3 Hektar großen Gärten durchqueren, die seit 2004 teilweise und seit 2015 vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Das Kloster beherbergt eine Bibliothek mit etwa 34 000 Büchern, deren Grundstock aus 94 wertvollen Bänden besteht, die Kaspar Pfyffer bei der Gründung schenkte. Diese Sammlung gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Schweiz und enthält viele Original-Werke aus der Gründungszeit.
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