Burgruine Alt-Ramschwag, Burgruine in Häggenschwil, Schweiz
Die Ruine Alt-Ramschwag ist ein mittelalterliches Bauwerk auf einem Plateau über der Sitter, errichtet aus Sandsteinblöcken, die noch heute sichtbar sind. Der Hauptturm misst etwa 7,3 auf 7,9 Meter und bildet den Kern der erhaltenen Anlage.
Die Konstanzer Urkunde von 1176 nennt Ulrich de Rammiswag, ein Mitglied der Familie, nicht die Burg selbst; die Burg erscheint erstmals 1370 in den Quellen, als Rudolf von Rosenberg-Zuckenriet sie durch Heirat erhielt. Um 1490, nach Erdrutschen, die sie unbewohnbar machten, wurde sie an den Bauern Hans Rudolf Koller verkauft, der das Holzwerk demontierte und verkaufte.
Der Name Ramschwag geht wohl auf eine «Wâg» zurück, ein mittelalterliches Wort für tiefes, stehendes Wasser der Sitter unterhalb, verbunden mit «Rammis» (Rabe), da alte Karten die Anlage Rabenstein nennen. Der Burgenforscher Gottlieb Felder brachte «Ram» zudem mit dem mitteldeutschen «hramsa» (Bärlauch) in Verbindung, der hier früher wuchs.
Die Ruine liegt auf einem Plateau über der Sitter im Osten von Häggenschwil. Der Zugang erfolgt über Wanderwege; festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Die Ruine ist als Kulturgut geschützt und kann frei besichtigt werden.
Der Turmeingang sitzt etwa 8 Meter hoch und war urspruenglich nur ueber eine hölzerne Plattform erreichbar, was zeigt, wie die Bewohner Sicherheit durch Höhe erreichten. Diese ungewöhnlich hohe Anordnung war ein kluger Schachzug gegen unerwartete Eindringlinge.
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