Burgruine Neu-Toggenburg, Burgruine in Oberhelfenschwil, Schweiz.
Die Ruine Neu-Toggenburg zeigt Spuren der Ringmauer mit dem älteren Burgtor, die Grundmauern des Palas und Reste von zwei Zisternen. Zwei innere Gräben und drei der Ringmauer vorgelagerte Gräben sind noch erkennbar. Die Anlage stammt aus dem späten 12. Jahrhundert und wurde nach 1226 mit einer zwei Meter dicken Ringmauer erweitert.
Neu-Toggenburg wurde wahrscheinlich im späten 12. Jahrhundert errichtet, zunächst als gemauerter Wohnturm. Bedeutung erlangte sie nach 1226, als Graf Friedrich I. von Toggenburg ermordet wurde und die Familie Alt-Toggenburg in Kirchberg aufgeben musste; danach wurde die Anlage mit einer zwei Meter dicken Ringmauer und einem Palas deutlich vergrössert. Nach dem Tod des letzten Grafen, Friedrich VII., wurde sie 1436 aufgegeben und ging an die Freiherren von Raron über. 1468 kaufte Abt Ulrich Rösch sie für die Fürstabtei St. Gallen, die sie verfallen liess.
Der Ort trägt den Namen Neu-Toggenburg, um ihn von der älteren Burg Alt-Toggenburg zu unterscheiden, die die Familie zuvor bewohnte. Die Grabungen haben Gegenstände ans Licht gebracht, die heute im Toggenburg Museum in Lichtensteig zu sehen sind und einen Einblick in das mittelalterliche Leben der Region geben.
Der Ort ist über mehrere Wanderwege erreichbar, wobei die kürzeste Route eine Schleife von etwa 2 Kilometern ist, die für die meisten Wanderer geeignet ist. Die Wege sind zu Fuß leicht zugänglich, erfordern aber festes Schuhwerk wegen des unebenen Geländes.
Obwohl die Burgmauern etwa 2 Meter dick waren, war die abgelegene Lage des Ortes strategisch nicht wertvoll und wird daher in historischen Dokumenten kaum erwähnt. Diese Isolation bedeutete, dass die Burg weniger politische Bedeutung hatte als andere Adelssitze der Zeit.
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