Steinschnitzereien in den Gräbern der Familie Wu in Jiaxiang, Archäologische Stätte im Kreis Jiaxiang, Shandong, China.
Die Wu-Familienheiligtümer sind eine archäologische Stätte im Kreis Jiaxiang, Provinz Shandong, bestehend aus mehreren Grabkammern und Gedenkbauten aus der östlichen Han-Zeit. Die Steinplatten dieser Bauten sind mit Reliefs bedeckt, die mythologische Gestalten, historische Szenen und Alltagsdarstellungen zeigen.
Die Grabbauten wurden im 2. Jahrhundert n. Chr. für Mitglieder der Wu-Familie errichtet, darunter das Heiligtum des Wu Liang aus dem Jahr 151 n. Chr. Im 11. Jahrhundert wurden die Strukturen zerstört, und die Steinplatten wurden über Jahrhunderte vergraben und vergessen.
Die Steinreliefs zeigen Szenen aus dem Alltag der Han-Zeit: Söhne, die ihren Vätern dienen, Beamte, die ihren Pflichten nachgehen, und Göttergestalten aus der chinesischen Mythologie. Wer die Platten aufmerksam betrachtet, erkennt, welche Werte damals als selbstverständlich galten.
Die Anlage befindet sich im Kreis Jiaxiang und lässt sich in einem halben Tag besichtigen, obwohl mehr Zeit empfohlen wird, um die Details der Reliefs in Ruhe zu betrachten. Einige Bereiche sind überdacht, andere liegen im Freien, weshalb wetterfeste Kleidung sinnvoll ist.
Als die Steine im 18. Jahrhundert von einem Privatgelehrten wiederentdeckt wurden, befanden sich viele bereits in einem ungeordneten Zustand, weit entfernt von ihrer ursprünglichen Position. Die Zuordnung der Platten zu den jeweiligen Strukturen war eine der größten Herausforderungen für die spätere Forschung.
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