Doushantuo-Formation, Geologische Formation in der Provinz Guizhou, China.
Die Doushantuo-Formation ist eine geologische Gesteinsschicht in der chinesischen Provinz Guizhou, die aus schwarzen Schiefern und phosphatreichen Steinschichten besteht. Sie ist in vier unterschiedliche Segmente unterteilt und enthält winzige Mikrofossilien aus einem alten Meeresumfeld.
Die Formation wurde 1924 vom chinesischen Geologen Li Siguang entdeckt und stammt aus dem Ediacarium, einer Erdepoche vor etwa 635 Millionen Jahren. In dieser Zeit begannen komplexere Lebewesen in den Weltmeeren zu entstehen, und die Gesteinsschichten dokumentieren diesen Übergang.
Die Stätte zieht Forscher und Studierende aus aller Welt an, die die ältesten bekannten Spuren vielzelliger Lebewesen im Gestein lesen möchten. Die Schichten aus schwarzem Schiefer und phosphatreichem Stein sind so gut erhalten, dass winzige Fossilien noch heute mit bloßem Auge erkennbar sind.
Die Aufschlüsse liegen in ländlichen Teilen der Provinz Guizhou und sind am besten über kleinere Städte in der Umgebung erreichbar. Es empfiehlt sich, vor Ort nach genauen Standorten und Zugangsbedingungen zu fragen, da die Stellen über ein größeres Gebiet verteilt sein können.
Unter den in der Formation gefundenen Fossilien befinden sich winzige kugelförmige Strukturen, über die Wissenschaftler noch heute streiten, ob es sich um Tier- oder Pflanzenembryonen handelt. Diese Debatte macht die Schichten zu einem der umstrittensten Orte in der Paläontologie weltweit.
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