Han Yanling, Kaisergrab in Xianyang, Shaanxi, China
Han Yanling ist ein Kaisergrabmal aus der Antike mit vielen kleineren Gräbern, die um die Hauptkammer angeordnet sind. Das gesamte Gelände folgt klassischen Bauprinzipien und zeigt typische Erdaufschüttungen, die das Alter und die Bedeutung markieren.
Yanling wurde für Kaiser Cheng der Westlichen Han errichtet, der ab 33 v. Chr. regierte und 7 v. Chr. starb. Die Quellen nennen 31 v. Chr. als Jahr des Baus. Cheng ließ zunächst ein zweites Grab, Changling, vorbereiten, das um 16 v. Chr. wohl wegen der Kosten aufgegeben wurde; bestattet wurde er in Yanling. Die Grabkammer ist nie ausgegraben worden, die letzten Untersuchungen des Areals fanden 2002 statt.
Die Spitze des Grabhügels weist einen etwa 30 Meter breiten und vier Meter tiefen Krater auf; die Grabkammer wurde nie ausgegraben. Eine von dem Gelehrten Bi Yuan (1730–1797) errichtete Stele weist den Hügel als Grab Kaiser Chengs aus. Die benachbarten Nebengräber werden traditionell mit Kaiserin Xu und der Konkubine Ban Jieyu verbunden, doch ihre genaue Lage ist umstritten.
Der Grabhügel mit seinen Nebengräbern liegt in offener Feldflur im Dorf Yanjiagou, Gemeinde Zhouling, Bezirk Weicheng, nordwestlich von Xi'an; eine ausgegrabene Grabkammer ist nicht zu betreten. Der Hügel ist nord-südlich ausgerichtet, mit etwa zehn Grad Abweichung nach Westen, und die Umfassungsmauer maß rund 500 m in Ost-West- und 400 m in Nord-Süd-Richtung. Der Boden ist uneben; das Gelände wird zu Fuß erkundet.
Die Grabkammer wurde nie ausgegraben; untersucht wurden nur der Grabhügel und seine Umgebung, deren Grundriss Vermessungen im Jahr 2002 erfassten. Am Hügel steht eine von Bi Yuan (1730–1797) errichtete Stele, die ihn als Grab Kaiser Chengs ausweist. Auf der abgeflachten Spitze der Pyramide liegt eine Grube von knapp 30 Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe.
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