Shimao, Neolithische Stadtruine in Shenmu, China
Shimao ist eine neolithische Stadtruine in der Nähe der Mu-Us-Wüste im Norden der Provinz Shaanxi, China, die zum nationalen Kulturerbe zählt. Zum Komplex gehören mächtige Steinmauern, Wachtürme und eine gestufte Erdpyramide in der Mitte der Anlage.
Shimao wurde um 2300 v. Chr. errichtet und war damit für Jahrhunderte eine der größten Siedlungen Chinas seiner Zeit. Um 1800 v. Chr. wurde die Stadt aufgegeben, was Forscher auf einen Klimawandel zurückführen, der die Region trockener und kälter werden ließ.
In den Steinmauern von Shimao wurden Jadestücke eingebettet, die vermutlich spirituellen Schutz bieten sollten. An den Toren sind Reliefs mit Schlangen und anderen Tierfiguren zu sehen, die an Darstellungen erinnern, die später in der chinesischen Kunst wieder auftauchen.
Der Standort liegt außerhalb von Shenmu und ist am besten mit einem privaten Fahrzeug zu erreichen. Da die Ausgrabungen aktiv laufen, können zugängliche Bereiche je nach Arbeitsfortschritt variieren. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen und auf unebenes Gelände vorbereitet sein.
Lange Zeit hielt man die Steinmauern von Shimao für einen abgelegenen Abschnitt der Großen Mauer. Erst nach genauerer Untersuchung erkannten Wissenschaftler, dass die Strukturen um Jahrtausende älter sind als die Mauer selbst.
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