Palais Brühl-Marcolini, Barockpalast im Stadtteil Friedrichstadt, Dresden, Deutschland.
Der Palais Brühl-Marcolini ist ein barockes Stadtpalais im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt, das sich entlang der Friedrichstraße erstreckt. Die Fassade zeigt symmetrische Gliederung, und zum Gebäude gehört ein achteckiger Gartenpavillon auf dem rückwärtigen Gelände.
Der sächsische Graf Heinrich von Brühl erwarb das Anwesen im Jahr 1736 und beauftragte den Architekten Johann Christoph Knöffel mit dem Umbau im Barockstil. Später ging es in den Besitz des Grafen Marcolini über, nach dem es noch heute benannt wird.
Der sogenannte Chinesische Saal im Inneren des Gebäudes zeigt ostasiatische Dekorelemente, die im 18. Jahrhundert in Europa sehr beliebt waren. Solche Räume galten damals als Zeichen von Weltoffenheit und Reichtum.
Das Gebäude gehört heute zu einem Dresdner Krankenhaus, sodass der Zugang zum Inneren für die Öffentlichkeit nicht möglich ist. Die Außenfassade und der Gartenpavillon lassen sich jedoch von der Straße aus gut betrachten.
Der Komponist Richard Wagner lebte von 1847 bis 1849 in einem Flügel des Palais und arbeitete dort an seiner Oper Lohengrin. Damit ist das Gebäude ein stiller Zeuge eines bedeutenden Moments der Operngeschichte.
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