Nürburgring, Rennstrecke in Nürburg, Deutschland
Der Nürburgring ist eine Motorsportanlage rund um Burg und Dorf Nürburg in der Eifel, bestehend aus einer 20,830 km langen Nordschleife mit über 300 Metern Höhenunterschied und einer 1984 eröffneten Grand-Prix-Strecke. Beide Teilstrecken lassen sich zu einem 26 km langen Kurs verbinden; Asphaltschleifen, ein kreisrunder Skidpad, Boxengebäude und Tribünen liegen zwischen dichten Bäumen.
Der Bau der von Gustav Eichlers Ravensburger Architekturbüro entworfenen Strecke begann im September 1925, die ersten Rennen fanden am 18. Juni 1927 statt, Toni Ulmen gewann auf einer 350-cm³-Velocette. Die vollständige Gesamtstrecke von 28,265 km aus Nordschleife und Südschleife wurde 1929 letztmals bei einer großen Veranstaltung genutzt. Zwischen 1982 und 1983 wurde der Start-und-Ziel-Bereich abgerissen, um die 1984 eröffnete Grand-Prix-Strecke zu bauen.
Der Name Nordschleife stammt von der mittelalterlichen Burg Nürburg, die er umrundet. Seit 1927 ist die Strecke abends und an Wochenenden als Einbahn-Mautstraße für die Öffentlichkeit geöffnet, was heute als Touristenfahrten weitergeführt wird. Das 1970 eingeführte 24-Stunden-Rennen zieht jedes Jahr Tourenwagen-Teams und ihre Anhänger in die Eifel.
Beide Abschnitte, Grand-Prix-Strecke und Nordschleife, sind im vermarktbaren Zeitraum von Mitte März bis Mitte November täglich voll ausgelastet. Wochentags wird die Strecke für Testfahrten und andere fahraktive Veranstaltungen genutzt; wer anreist, sollte vorher prüfen, welcher Abschnitt offen ist. Nordschleife und Grand-Prix-Strecke lassen sich zu einem 26 Kilometer langen Gesamtkurs verbinden.
Der Große Preis von Deutschland 1976 auf der Nordschleife war das letzte Formel-1-Rennen auf einem Kurs von 10 km oder mehr. 1961 fuhr Phil Hill als Erster eine Runde auf der Nordschleife unter neun Minuten, in 8:55,2 Minuten im Ferrari 156.
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