Alte Schmelz, Industriekulturelles Ensemble in Sankt Ingbert, Deutschland
Alte Schmelz ist ein ehemaliger Eisenerzeugungsbetrieb in Sankt Ingbert mit Fabrikgebäuden, Wohnhäusern und Grünanlagen, die über ein großes Gelände verteilt sind. Das Areal umfasst drei Hauptbereiche: eine alte Werkshalle, ein Veranstaltungsgebäude und eine weitere Halle für unterschiedliche Nutzungen.
Der Betrieb entstand 1733 zur Eisenherstellung und nutzte lokale Erze sowie Holzkohle, die durch Wasserkraft des Rohrbachs in Hochöfen und Schmieden verarbeitet wurden. Die Werkersiedlung wurde zwischen 1806 und 1809 als erste Industriegemeinde der Art in der Südwestregion errichtet.
Der Ort trägt den Namen 'Alte Schmelz' nach seiner früheren Funktion als Eisenschmelze und zeugt von der Arbeiterwelt des 19. Jahrhunderts. Die historische Werkersiedlung mit ihren einfachen Häusern zeigt, wie Arbeiter und ihre Familien direkt neben der Produktion lebten.
Der Besuch ist zu Fuß gut zu bewältigen, da die Bereiche zwar großflächig, aber ohne starke Steigungen verteilt sind. Die Hauptgebäude sind klar erkennbar, und Besucher finden Orientierungsmöglichkeiten vor Ort, um sich auf dem Gelände zurechtzufinden.
Die ehemalige Werkstatt von 1907 dient heute als Veranstaltungshalle und wird regelmäßig für Konzerte und kulturelle Events genutzt, wodurch die alte Industriearchitektur neues Leben erhält. Der Raum bewahrt seine ursprüngliche Rohheit, mit freiliegenden Balken und Ziegelmauern, die dem modernen Publikum ein authentisches Erlebnis bieten.
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