Schloss Oranienbaum, Barockschloss in Oranienbaum, Oranienbaum-Wörlitz, Deutschland
Schloss Oranienbaum ist eine dreiflügelige Barockanlage mit einem goldgelben Mittelbau von zwei Hauptgeschossen plus Attika, weiß gerahmten Fenstern in regelmäßigen Reihen und einem dunkelgrauen Mansarddach mit Dachgauben. Ein dunkles schmiedeeisernes Tor steht in einer niedrigen Backsteinmauer mit Steinpfeilern und gerundeter Balustrade. Rechts schließt ein weißer Flügel mit dunklem Fachwerk unter steilem Dach an.
Henriette Catharina von Oranien-Nassau erhielt 1660 das Dorf Nischwitz von ihrem Gemahl Johann Georg II. und benannte es in Oranienbaum um. Der Grundstein des Schlosses wurde am 8. Juni 1683 nach Plänen von Cornelis Ryckwaert gelegt; nach dessen Tod vollendete Johann Tobias Schuchart den Bau zwischen 1698 und 1702 als Witwensitz. 1780 ließ Leopold Friedrich Franz Innenräume und Garten umgestalten, seit 2003 ist das Schloss für Besucher geöffnet.
Der Name Oranienbaum verweist auf Henriette Catharina von Oranien; der Ort hieß Nischwitz, bis sie ihn umbenannte. Im Inneren sind der Fliesenkeller, ein Sommerspeisesaal mit Delfter Kacheln, und der Ledertapetensaal mit Goldledertapeten zu sehen. Der Spiegelkristallsaal zeigt moderne Glasobjekte des niederländischen Künstlers Bernhard Heesen.
Das Schloss ist seit 2003 für Besucher geöffnet; der Schlosspark ist frei zugänglich, die restaurierte Pagode und das chinesische Teehaus sind nach Anmeldung zugänglich. In der Orangerie befinden sich ein Café und eine Kutschenausstellung, daneben ein Garten mit Zitrusgewächsen. Nördlich der Orangerie liegt die um 1790 angelegte Gärtnerei des Schlossparks.
Die 175 Meter lange Orangerie im südlichen Teil des Parks wurde 1811 erbaut und beherbergt seither ohne Unterbrechung eine Zitruspflanzensammlung; heute sind dort unter anderem ein Café und eine Kutschenausstellung untergebracht, daneben liegt ein großer Garten mit Zitrusgewächsen.
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