Kernkraftwerk Kahl, Kernkraftwerk in Karlstein am Main, Deutschland
Das Kernkraftwerk Kahl war eine Energieerzeugungsanlage mit einem Siedewasserreaktor, der von General Electric entworfen und von Siemens gebaut wurde. Die Anlage arbeitete mit einer einzigen Reaktoreinheit, die eine geringe Leistung hatte.
Die Anlage nahm am 17. Juli 1961 den Betrieb auf und war Deutschlands erstes Kernkraftwerk dieser Art. Sie lief bis November 1985 und markierte damit den Anfang und das Ende einer experimentellen Phase der Kernenergie im Land.
Der Ort prägte das Selbstverständnis der Gemeinde nachhaltig – das Wappen Karlsteins zeigt seit 1975 ein Atomsymbol, das an die Bedeutung der Anlage für die lokale Geschichte erinnert. Dieses Zeichen ist heute ein sichtbares Merkmal der Identität Karlsteins.
Das Gelände besteht heute nur noch aus einem Informationstafel, da alle Gebäude abgerissen wurden. Besucher finden an diesem Ort eine Gedenkstätte zur Geschichte der Energieerzeugung in der Region.
Die vollständige Beseitigung aller Gebäude wurde 2008 abgeschlossen, und es blieb nur eine Informationstafel übrig. Dies macht den Ort zu einem stillen Zeugnis einer beendeten technologischen Ära.
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