Almoshof, Statistischer Bezirk im Norden von Nürnberg, Deutschland
Almoshof ist ein Stadtteil im Norden Nürnbergs, angrenzend an das Knoblauchsland und südlich des Nürnberger Flughafens. Mit Lohe im Osten bildet es eine geschlossene Siedlung. Den Kern bildet das Holzschuher-Schlösschen an der Almoshofer Hauptstraße 49–53, ein zweigeschossiger Sandsteinbau mit hufeisenförmigem Grundriss und Nebengebäuden.
Almoshof wurde 1307 als „Alhamshoff“ erstmals urkundlich erwähnt, benannt nach dem Personennamen Alham; ab dem 17. Jahrhundert erfolgte eine Umdeutung zu „Almosen“. Die Nürnberger Patrizierfamilie Holzschuher besaß bald darauf Grundbesitz und errichtete im frühen 15. Jahrhundert ihren ersten Herrensitz, dem sie 1517 der Reichsstadt das Öffnungsrecht einräumte. Der Herrensitz blieb bis zum Verkauf an die Stadt Nürnberg 1941 im Besitz der Holzschuher.
Das Kulturladen Schloss Almoshof veranstaltet regelmäßig Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen im historischen Herrenhaus. Besucher erleben dort ein reges Kulturprogramm, das die Gemeinde zusammenbringt und lokale Künstler fördert.
Die Gegend ist mit dem Bus erreichbar und hat mehrere Haltestellen entlang der Almoshofer Hauptstraße, wo sich auch Schulen, Geschäfte und Restaurants befinden. Besucher finden hier alle täglichen Besorgungen und Dienste in fußläufiger Nähe.
Die Wendeltreppe des Holzschuher-Schlösschens hat eine Spindel aus einem einzigen Baumstamm, ein Detail des Wiederaufbaus von 1692/93 nach dem Brand von 1552/53 im Markgrafenkrieg. Der Saal im Obergeschoss bewahrt eine stuckierte Decke und den originalen Holzdielenboden. Über der Eingangstür hängt eine Replik des Familienwappens mit dem Holzschuh.
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