Köterberg, Berggipfel zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Deutschland
Der Köterberg erhebt sich als höchster Punkt der Lippeberge zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Oben finden Besucher ein Restaurant und einen Fernmeldeturm aus den 1970er Jahren.
Der Berg erhielt im frühen 19. Jahrhundert eine Messsteinstation, die für Vermessungsarbeiten in der Region wichtig wurde. Später war er Teil eines optischen Telegraphensystems, das mehrere Städte verband.
Die Brüder Grimm nennen den Berg in ihren Deutschen Sagen (Nr. 9, 20) Götzenberg, weil dort nach ihrer Überlieferung die Götter der Heiden angebetet wurden; auch ihr Märchen Die drei Vögelchen spielt dort. Im Volksmund heißt er scherzhaft Monte Wauwau, da Köter und Wauwau umgangssprachlich einen Hund bezeichnen. An Wochenenden treffen sich Motorradfahrer und Radsportler auf dem Gipfelparkplatz.
Das Gipfelplateau erreicht man über eine Stichstraße vom Dorf Köterberg aus, die eine maximale Steigung von 14 % hat. Die Straße endet an einem Parkplatz, der sich an Sommerwochenenden mit Motorrädern füllt. Die Gipfelregion ist nur im Norden bewaldet, daher ist die Rundsicht frei.
Auf dem Berg wurden ab 1832 Lichtsignale zwischen Berlin und anderen Städten übertragen, was eine frühe Form der Fernkommunikation darstellte. Dieses System war wichtig, bevor elektrische Telegraphie verbreitet war.
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