Rheinsberg, Historische Gemeinde in Brandenburg, Deutschland
Rheinsberg ist eine Kleinstadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Norden Brandenburgs, die sich über bewaldetes Hügelland und mehrere Seen erstreckt. Das Zentrum liegt am Grienericksee, wo sich historische Gebäude um einen ruhigen Marktplatz gruppieren und schmale Straßen durch Wohnviertel mit Fachwerkhäusern führen.
Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut und kam im 18. Jahrhundert in den Besitz der preußischen Krone, als der spätere Friedrich der Große hier seine Jugendjahre verbrachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude verschiedenen Zwecken, bevor es als Museum für Literatur und Musik zugänglich gemacht wurde.
Die Stadt trägt ihren Namen nach dem Schloss, das seit Jahrhunderten das Ortsbild prägt und heute noch Besucher durch seine Parkanlage am Ufer des Grienericksees anzieht. An Sommerwochenenden füllt sich der Marktplatz mit Gästen, die durch die kleinen Läden bummeln oder in den Cafés unter den alten Bäumen sitzen.
Der Ort liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Berlin und ist über Landstraßen oder mit Regionalzügen erreichbar, die an einem kleinen Bahnhof außerhalb des Zentrums halten. Wer mit dem Fahrrad anreist, findet gut ausgebaute Radwege durch die umliegenden Wälder und entlang der Seeufer.
Der Dichter Kurt Tucholsky verbrachte hier einen Sommer und schrieb später ein Buch über die Gegend, das den Ort in literarischen Kreisen bekannt machte. Im Park hinter dem Schloss steht eine kleine Grotte aus dem 18. Jahrhundert, die Besucher leicht übersehen, obwohl sie für Konzerte und Lesungen genutzt wird.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.