Bierpinsel, Futuristischer Restaurantturm in Steglitz, Deutschland.
Der Bierpinsel erhebt sich 47 Meter in den Berliner Himmel, wobei seine Betonkonstruktion, Kunststoffverkleidung und vertikalen Stahlträger eine pinselartige Silhouette bilden. Diese Form entsteht durch drei übereinanderliegende Etagen, die auf einem schlanken Schaft ruhen und sich nach oben hin verbreitern.
Die Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte entwarfen den Turm zwischen 1972 und 1976 als Verlängerung der Joachim-Tiburtius-Brücke in Berlin. Die Konstruktion sollte eine gastronomische Landmarke schaffen, die Besucher vom angrenzenden U-Bahnhof direkt empfängt.
Während des Turmkunst-Projekts 2010 verwandelten internationale Graffitikünstler die Außenfassade in eine großflächige Ausstellung urbaner Straßenkunst. Diese bemalte Hülle macht das Gebäude heute zu einem weithin sichtbaren Zeichen der modernen Berliner Kunstszene.
Der Turm ist in die Joachim-Tiburtius-Brücke eingebaut, die an dieser Stelle die Steglitzer Schloßstraße am Franz-Amrehn-Platz als Schnellstraße überspannt. Der Bau reicht von den beiden übereinanderliegenden Bahnsteigen des U-Bahnhofs Schloßstraße bis zum Turm über den Straßen. Seit 2002 steht das Gebäude leer und ist für Besucher geschlossen.
Der Name entstand während der Bauzeit, vor der Eröffnung, als Berliner in den Stahlträgern des emporwachsenden Tragwerks eine Pinselform sahen; die geplante gastronomische Nutzung machte den Scherz vollständig. Die Architekten selbst hatten die Form mit einem Baum verbunden. Ein späterer Eigentümer übernahm den Spitznamen offiziell in den Firmennamen Bierpinsel GmbH.
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