Jagdschloss Glienicke, Jagdschloss im Neurenaissancestil in Wannsee, Deutschland.
Das Jagdschloss Glienicke ist ein Landgut im Stil der Neorenaissance im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, direkt am Ufer des Wannsees gelegen. Das Gebäude besitzt symmetrische Fassaden, einen Mittelturm und große Fenster, die dem Typus repräsentativer Jagdschlösser des 19. Jahrhunderts entsprechen.
Das Schloss wurde zwischen 1682 und 1684 im Auftrag des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm nach Plänen des Architekten Charles Philippe Dieussart errichtet. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und diente verschiedenen Zwecken, bevor es als Kulturdenkmal gesichert wurde.
Das Jagdschloss Glienicke war ein Ort, an dem preußische Adlige zur Jagd zusammenkamen und die Räume nach ihrem Geschmack einrichten ließen. Die erhaltene Ausstattung zeigt, wie solche Landsitze als gesellschaftliche Treffpunkte genutzt wurden, weit entfernt vom Berliner Hofleben.
Das Anwesen liegt direkt am Wannsee und ist von der Berliner Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang entlang des Ufers verbinden, da die Umgebung zu Fuß angenehm zu erkunden ist.
Friedrich der Große schenkte das Anwesen 1763 dem Tapetenfabrikanten Isaac Levin Joel, der es kurzzeitig als Produktionsstätte nutzte. Es ist ungewöhnlich, dass ein ehemaliges Jagdschloss auf diese Weise in eine gewerbliche Nutzung überging.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.