Annalinde, Naturdenkmal Winterlinde in Kirchhausen, Heilbronn, Deutschland.
Die Annalinde ist eine Winterlinde, die in der Nähe von Kirchhausen, Frankenbach und Leingarten steht und durch ihre Größe auffällt. Der Stamm weist einen Umfang von etwa 7 Metern auf, während die Krone sich über 80 Meter ausbreitet und dem Baum eine außergewöhnliche Gestalt verleiht.
Die Linde wurde am 23. April 1941 als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Volkslegende berichtet von einer St. Annakapelle auf dieser Anhöhe, gestiftet von Juliana, der Frau des Ritters Ralf von Kirchhausen, die Äcker bei Großgartach zu ihrem Unterhalt vermachte. Die Kapelle ist nicht urkundlich bezeugt, und die Erzählung von den mit Schießpulver gefüllten Kerzen der Pächter ist in keiner Aufzeichnung erwähnt.
Der Name erinnert an eine der heiligen Anna geweihte Kapelle, die die Legende hier vermutet, ohne dass Urkunden oder Grundmauern sie belegen. In Kirchhausen wird die Geschichte noch erzählt: Die Pächter der Kapellenäcker mussten jährlich am 26. Juli sechs Wachskerzen von der Dicke und Höhe eines wehrbaren Mannes liefern; nach der Reformation höhlten sie die Kerzen aus, füllten sie mit Schießpulver, und die Explosion tötete den Priester und viele Gläubige.
Der Baum erhält regelmäßige Pflege durch Stahlkabel, die seine Äste stützen und die Krone behutsam zurückgeschnitten wird. Besucher finden den Baum leicht zugänglich an einem ruhigen Ort zwischen den drei Ortschaften.
Ein Gedenkstein namens Annakreuz steht in der Nähe des Baumes und wurde 1975 an seinen heutigen Standort verlegt. Der Stein verbindet Geschichten von einer Kapellenexplosion in früheren Zeiten mit der Gegenwart.
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