Schloss Sigmaringen, Neugotisches Schloss in Sigmaringen, Deutschland
Sigmaringen ist ein Schloss aus der Gotik und Neogotik, das auf einem Kalksteinfelsen über der Donau thront und die Silhouette der Stadt dominiert. Das Gebäude verbindet mittelalterliche Befestigungselemente mit späteren Wohnräumen und beherbergt umfangreiche Kunstsammlungen sowie eine bedeutende Waffenkollektion.
Das Schloss wurde um 1077 erstmals erwähnt und diente zunächst als Festung; die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen übernahmen es 1535 und wandelten es in einen Wohnsitz um. Seine heutige neogotische Form entstand durch umfangreiche Umbauten im 19. Jahrhundert.
Die Sammlung von Waffen und Rüstungen zeigt, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg Krieg und Schutz verstanden haben. Besucher sehen Stücke aus verschiedenen Epochen, die erzählen, wie sich Kampftechniken und Handwerk verändert haben.
Der Besuch erfolgt ausschließlich durch deutschsprachige Führungen, wobei Übersetzungsmaterialien auf Anfrage verfügbar sind. Das Gelände ist ganzjährig zugänglich, erfordert aber körperliche Fitness wegen der Steigungen und Stufen in und um das Gebäude.
Während der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs diente das Schloss 1944–1945 als temporärer Sitz der französischen Vichy-Regierung. Diese kurze Episode verband das Gebäude mit einem der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte.
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