Ausbesserungswerk Opladen, Eisenbahnreparaturwerk in Leverkusen, Deutschland
Das Ausbesserungswerk Opladen ist ein ehemaliger Eisenbahn-Reparaturbetrieb im Stadtteil Opladen in Leverkusen, bestehend aus Lokomotivhallen, Waggonwerkstätten, einer Schmiede und Verwaltungsgebäuden. Das Gelände ist in klar abgegrenzte Zonen für verschiedene Wartungs- und Fertigungsaufgaben unterteilt und zeigt noch heute den Grundriss eines großen Industriebetriebs.
Der Betrieb wurde 1903 in der Nähe des Bahnhofs Opladen gegründet, um Lokomotiven und Waggons zu warten, und beschäftigte zeitweise fast 1.000 Arbeiter. Nach genau hundert Jahren wurde er im Dezember 2003 geschlossen.
Das Gelände wird heute für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und Workshops genutzt, bei denen sich Künstler und Anwohner begegnen. Theateraufführungen und kreative Projekte finden in den alten Industriehallen statt und geben dem Viertel einen lebendigen Treffpunkt.
Das Gelände befindet sich im Wandel, da es im Rahmen des Projekts Neue Bahnstadt Opladen zu einem gemischten Stadtquartier umgestaltet wird. Es empfiehlt sich, vorab zu prüfen, welche Bereiche zugänglich sind, da die Bauarbeiten noch andauern.
Bei einem Bombenangriff am 28. Dezember 1944 kamen 234 Menschen ums Leben, darunter 104 ausländische Zwangsarbeiter, die keinen Zugang zu den Luftschutzräumen hatten. Dieses Ereignis ist bis heute Teil der lokalen Erinnerung.
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