Bismarck Tower, Aussichtsturm in Herford, Deutschland
Der Bismarckturm steht auf dem 213,7 m hohen Stuckenberg östlich von Herford. Er hat einen quadratischen Grundriss mit dreistufigem Sockel und wurde aus Sandsteinquadern aus dem Fricke'schen Steinbruch errichtet. Der Turm ist 23,33 m hoch; über eine Innentreppe mit 90 Stufen erreicht man in 18,02 m Höhe eine überdachte Aussichtsplattform, von der eine eiserne Wendeltreppe mit 21 Stufen zur oberen Plattform in 22,06 m Höhe führt.
Bereits 1887 war an gleicher Stelle ein Aussichtsturm geplant, das Projekt wurde jedoch nicht verwirklicht. Nach Bismarcks Tod 1898 nahmen Teile des nationalen Herforder Bürgertums 1904 den Bau erneut in Angriff; ein Spendenaufruf brachte 1905 genug Geld, und die Mindener Forstverwaltung stellte das Grundstück. Nach einem Architektenwettbewerb wurde der Entwurf von Wilhelm Oldemeyer aus Spenge gewählt. Die Grundsteinlegung fand am 1. April 1906 statt, die Einweihung am 2. September 1906.
Der Name des Bauwerks verweist auf Otto von Bismarck; die Einweihung 1906 wurde durch Spenden des national gesinnten Herforder Bürgertums finanziert, während die organisierte Arbeiterschaft der Stadt in Bismarck einen Gegner sah. Der 1996 gegründete Freundeskreis Herforder Bismarckturm e. V. öffnet den Turm heute und unterhält eine aus Spendenmitteln errichtete Schutzhütte, die am 16. Juni 2002 eingeweiht wurde.
Der Turm ist nur an bestimmten Sonntagen und Feiertagen von April bis Oktober für Besucher geöffnet. Plant euren Besuch entsprechend und prüft die lokalen Öffnungszeiten vorher, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Die Feuerschale auf der oberen Plattform hat einen Durchmesser von 3,5 Metern und wurde ursprünglich mit petroleumgetränktem Torf befeuert. Um die Plattform begehbar zu machen, ist sie heute mit einer Metallplatte abgedeckt; die Schale selbst ist daher nicht mehr zu sehen.
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