Bismarckturm, Aussichtsturm auf dem Hutungsberg in Ebersbach-Neugersdorf, Deutschland
Der Bismarck-Turm ist ein Sandstein-Denkmal, das auf einem Hügel in Ebersbach-Neugersdorf steht und etwa 19,5 Meter hoch ragt. Das Bauwerk hat schmale Zugänge und Aussichtsplattformen, von denen man die Landschaft der Oberlausitz überblicken kann.
Bereits 1879/1880 war ein Aussichtsturm auf dem Hutungsberg vorgesehen. 1902 initiierten der Fabrikant Julius Hoffmann und der Naturwissenschaftliche Verein zu Neugersdorf den Bau zu Ehren Otto von Bismarcks; Hoffmann stiftete 12.000 der insgesamt 20.000 Mark teuren Anlage. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. April 1904, und der von Hermann Mihan entworfene Turm wurde nach sechsmonatiger Bauzeit am 9. Oktober 1904 eingeweiht.
Das Denkmal ist Teil einer bundesweiten Bewegung, die Bismarck nach seinem Tod ehren wollte. Solche Türme standen für Nationalstolz und sind heute Zeichen einer anderen historischen Epoche.
Der Turm steht auf dem 474 m hohen Hutungsberg, wenige Meter von der tschechischen Grenze entfernt, und ist zu Fuß über markierte Wege erreichbar. Seit der Saison 2013 ist er geschlossen und nur zu besonderen Anlässen geöffnet; der tschechische Artikel nennt April bis Oktober als Öffnungszeit.
Die Feuerschale ist eine runde Kupferpfanne von 1,45 m Durchmesser und 0,45 m Tiefe, die in die Plattform eingemauert ist. Eine Anordnung von 1938 verlangte, dass zu Jahrestagen entzündete Feuer nach Anbruch der Dunkelheit zehn Stunden brannten. Das Bismarck-Medaillon über dem Eingang ist seit etwa 1951 verschollen; bei der Restaurierung 1992/1993 wurde ein neues angebracht.
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