Karmelitenkloster Reisach, Karmelitenkloster in Oberaudorf, Deutschland.
Das Reisach-Priorat ist ein Klosterkomplex des Karmeliterordens in Oberaudorf mit einer Kirche, die der Heiligen Teresa gewidmet ist, sowie Nebengebäuden und Gärten auf dem Klosterweg. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Gebäude, die das monastische Leben strukturieren und die Landschaft des bayerischen Vorlandes prägen.
Das Kloster wurde 1747 von Johann Georg von Messerer und seiner Ehefrau gegründet und diente über 270 Jahre als Ort des Ordenslebens. Im Jahr 2019 verließen die letzten barfuß gehenden Karmeliten das Gelände und beendeten damit eine lange Geschichte von kontinuierlichem monastischen Wirken.
Die Klosterkirche zeigt hölzerne Reliefschnitzereien an den Seitenaltären, darunter bemerkenswerte Arbeiten des Bildhauers Johann Baptist Straub und eine barocke Weihnachtskrippe aus dem 18. Jahrhundert. Diese Kunstwerke prägen den Innenraum und zeigen die kunsthandwerkliche Qualität der Ausstattung.
Das Gelände ist über den Klosterweg in Oberaudorf erreichbar und bietet freien Zugang zum Erkundungsgang durch die Außenanlagen. Der beste Besuchszeitraum ist tagsüber in trockenem Wetter, wenn die Gärten und Gebäudeaußenseiten am einladendsten wirken.
Die verlassenen Gebäude wurden 2021 als Drehort für die deutsche Krimiserie Tatort genutzt und erschienen in der Episode 'Wunder gibt es immer wieder'. Die leerstehende Anlage bot Filmemachern einen authentischen Rahmen für dramatische Szenen ohne Renovierungsaufwand.
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