Burg Eisenhardt, Mittelalterliche Burg in Bad Belzig, Deutschland.
Die Burg Eisenhardt ist eine Festungsanlage auf dem Bricciusberg am südwestlichen Rand von Bad Belzig. Ihre unregelmäßige siebeneckige Ringmauer besitzt Rondelle an den Ecken; der runde Bergfried im Innenhof, 28 Meter hoch, wurde Anfang des 13. Jahrhunderts aus Feldsteinen errichtet, wobei 1859 seine nordwestlichen Außenmauern mit roten Ziegelsteinen erneuert wurden. Im Süden entstand das Torhaus im 15. Jahrhundert als Doppelturmtor und wurde mit Ziegelsteinen verkleidet.
Belizi wurde 997 erstmals als Burgward urkundlich erwähnt, den Kaiser Otto III. dem Erzstift Magdeburg übertrug. Um 1305 ließ Herzog Rudolf I. Burg und Wehranlagen stark erweitern, 1358 erhielt Belzig das Stadtrecht. Ab etwa 1477 bauten die Wettiner die Anlage zur Festung mit Rondellen für Hakenbüchsen und mittlere Artillerie aus, möglicherweise nach Entwürfen Arnold von Westfalens. 1636 beschädigten schwedische Truppen die Burg; ab den 1680er Jahren begann die Wiederherstellung, und 1691 weihte Johann Georg III. sie neu ein.
Seit 1998 spielt die in Bad Belzig gegründete Band Keimzeit jeden Sommer Open-Air-Konzerte im Innenhof der Burg. Der Hof beherbergt außerdem ein Heimatmuseum, eine Außenstelle des Standesamts und eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf der Burggeschichte.
Die Burg ist auf einem Hügel gelegen und erfordert einen Aufstieg, aber die Wege sind gut begehbar und führen durch die umliegende Landschaft. Der Ort bietet verschiedene Inhalte an, die in mehreren Besuchen erkundet werden können, besonders wenn kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Das Untergeschoss des Bergfrieds diente als Verlies, während das mittlere Geschoss einen Rundbogeneingang, eine Abortnische und einen Kamin besaß. 1859 wurden seine nordwestlichen Außenmauern mit roten Ziegelsteinen erneuert, die sich vom ursprünglichen Feldstein abheben.
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