Bordesholmer Linde, Naturdenkmal und Gerichtslinde in Bordesholm, Deutschland
Die Bordesholm Gerichtslinde war ein beeindruckender Lindenbaum im Zentrum von Bordesholm, der etwa 18 Meter hoch wurde und einen Durchmesser von rund 2,3 Metern aufwies. Das Gewächs ragte mit seinem mächtigen Stamm aus dem Umfeld hervor und war lange Zeit ein visueller Mittelpunkt der Stadt.
Die Linde war bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Gerichtslinde des Amtes Bordesholm. Ihr Alter ist umstritten: Eine Angabe nennt eine Pflanzung um 1350, während Peter Dankwerths Chronik berichtet, der Konrektor Andreas Grotheim habe sie um 1580 gepflanzt. Im Jahr 2018 wurde sie auf einen Stumpf von rund zweieinhalb Metern Höhe gekürzt.
Der Baum war so wichtig für die Stadt, dass er das Wappen von Bordesholm schmückt und die Identität des Ortes prägte. Besucher können diese Verbundenheit noch heute in lokalen Symbolen und Gesprächen spüren.
Die Linde wurde im Oktober 2018 nach dem Abbruch eines großen Astes auf eine Höhe von rund 2,5 Metern gekürzt; im Juli 2019 beschädigte ein Schwelbrand sie zusätzlich. Sie steht in der historischen Mitte Bordesholms nahe der ehemaligen Klosterkirche und ist frei zugänglich. Der Stumpf treibt wieder aus und ähnelt im belaubten Zustand einem Strauch.
Das Alter des Baumes ist umstritten: Eine Angabe nennt eine Pflanzung um 1350, was ihn zu einem Zeugnis aus der Bordesholmer Klosterzeit machen würde; Peter Dankwerths Chronik zufolge pflanzte der Konrektor Andreas Grotheim die Linde jedoch um 1580. Nach dem Rückschnitt 2018 wurde das Bruchholz versteigert und von Künstlern der Region zu Skulpturen, Heiligenfiguren und Lindenblättern verarbeitet.
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