Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse, Pferdezuchtanlage und Architekturdenkmal in Neustadt, Deutschland.
Das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse besteht aus zwei frühklassizistischen Vierseitenhöfen, die 1788–1791 entstanden: ein Zuchtgestüt für 60 Mutterstuten und ein Landgestüt für 100 Landbeschäler. Eine einen Kilometer lange Allee mit vier Baumreihen trennt die beiden Anlagen, und baumbestandene Innenhöfe prägen das Gelände. Das Gestüt bewirtschaftet 400 Hektar Koppeln, Wiesen und Ackerflächen.
Die Gründung durch Friedrich Wilhelm II im Jahr 1788 machte es zu einem der ältesten und wichtigsten Zuchtinstitute in Deutschland. Seitdem hat das Gestüt eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung deutscher Pferderassen beibehalten und widerstand verschiedenen historischen Umbrüchen.
Der Name Friedrich-Wilhelmsgestüt erinnert an König Friedrich Wilhelm II., der das Gestüt 1788 gründete. Seit 1922 werden bei den Hengstparaden jedes Jahr die staatlich gekörten Landbeschäler den Züchtern vorgestellt. Schüler der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule können mit den gestütseigenen Pferden das Wahlpflichtfach Reiten belegen.
Der Ort liegt günstig mit guter Erreichbarkeit über öffentliche Verkehrsmittel und verfügt über ausreichend Parkmöglichkeiten für Besucher. Es ist empfehlenswert, sich vorher über laufende Veranstaltungen zu informieren, da der Ort sowohl für regelmäßige Besuche als auch für spezielle Events genutzt wird.
Das Gestüt ist mit 400 Hektar Koppeln, Wiesen und Ackerflächen Selbstversorger. Seit 1978 verfügt es zudem über eine Hengstprüfungsanstalt, und die gestütseigenen Pferde ermöglichen Schülern der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule das Wahlpflichtfach Reiten.
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