Brandungskliff am Steigerberg, Geologische Formation am Steigerberg, Deutschland.
Der Brandungskliff am Steigerberg ist ein fossiles Kliff in einer stillgelegten Kiesgrube an der Westflanke des Steigerbergs zwischen Eckelsheim und Wendelsheim. Die Kliffwand aus Kreuznacher Rhyolith ist in vier terrassenartige Stufen gegliedert, jede mit einer fast senkrechten Wand von etwa 3 bis 5 Metern Höhe. Die Wände zeigen waagerechte Kerben und Hohlräume, die waagerechten Flächen parallele Rillen und Strudeltöpfe.
Das Kliff entstand vor etwa 30 Millionen Jahren während der Rupel-Transgression, als das Meer des Mainzer Beckens seinen höchsten tertiären Stand erreichte und vollmarine Bedingungen herrschten. Der darunterliegende Kreuznacher Rhyolith stammt aus dem Unterperm, rund 260 Millionen Jahre älter. Die vier Terrassen dokumentieren den Meeresspiegelanstieg der frühen Rupel-Phase.
Die Kliffwand enthält Fossilien von Austern (Ostrea callifera), Miesmuscheln (Perna sanderbergi) und Seepocken (Balanus stellaris), die einst am Fels festgewachsen lebten. Besucher erkennen zudem waagerechte Kerben, die als Brandungshohlkehlen gedeutet werden, und kesselförmige Vertiefungen auf den Terrassenflächen.
Der Ort liegt zwischen Eckelsheim und Wendelsheim in der südwestlichen Richtung von Mainz und ist auf dem westlichen Hang des Steigerbergs zugänglich. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Hang steil ist und die Bedingungen je nach Wetter unterschiedlich sein können.
Die vier Terrassenstufen dokumentieren den Meeresspiegelanstieg zu Beginn der Rupel-Transgression, als das Rupel-Meer den höchsten Stand des gesamten Tertiärs im Mainzer Becken erreichte. Auf den Gesteinsflächen zeigen Fossilien von Austern (Ostrea callifera), Miesmuscheln (Perna sanderbergi) und Seepocken (Balanus stellaris), wo einst festsitzende Organismen lebten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.019 Mitwirkenden weltweit.