Borsberg, Gipfel in Dresden, Deutschland
Der Borsberg erreicht eine Höhe von 361 Metern und ist der zweithöchste Punkt Dresdens, der das südliche Ende des Loschwitz-Pillnitzer-Elbhangs bildet. Die Bergspitze wird von einer Sandsteinsäule aus dem Jahr 1865 gekrönt und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben.
Der Berg wurde während der königlich-sächsischen Landvermessung zwischen 1862 und 1890 als Vermessungspunkt genutzt und erhielt die Sandsteinsäule als Markierung. Im 18. Jahrhundert entstanden auf der Höhe auch Ruinen einer Eremitage, die für Meditationszwecke der Einsiedler gebaut worden war.
Das Gebiet war Teil der königlichen Jagdgründe mit einer künstlichen Felsengrotte, die für die Freizeitaktivitäten des sächsischen Königs errichtet wurde. Diese historischen Orte zeigen, wie die Landschaft einst für die herrschende Klasse gestaltet und genutzt wurde.
An der Südseite des früheren Bergrestaurants befindet sich eine Orientierungstafel mit Wegweisern zu alternativen Routen Richtung Graupa und Pirna. Der Wald um die Spitze bietet natürlichen Schutz vor Wetter, sodass Besucher je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedingungen antreffen.
Der Borsberg enthält einen der 158 ursprünglichen Vermessungspunkte, die zwischen 1862 und 1890 während der königlich-sächsischen Kartographierung angelegt wurden. Diese Triangulationspunkte bildeten das Grundgerüst für eine der ersten systematischen Landvermessungen in Europa.
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