Borsigsteg, Stahlbrücke für Fußgänger in Moabit, Deutschland
Die Borsigsteg ist eine Stahlgitterbrücke über die Spree in Berlin-Mitte, die zwei Stadtteile mit ihrem schlichten Stahlgerüst miteinander verbindet. Die Konstruktion spannt sich zwischen Uferstraßen und bildet eine funktionale Fußgängerverbindung ohne aufwendige Verzierungen.
Die Brücke wurde 1904 bis 1906 von Bruno Möhring und Friedrich Krause erbaut, um Arbeiter zu den Fabriken zu bringen. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört und später wiederaufgebaut.
Die Brücke trägt den Namen des Industriellen August Borsig, dessen Fabriken das Gebiet prägten und wirtschaftlich belebten. Sein Einfluss auf die Gegend ist in der Struktur und Lage der Brücke bis heute nachvollziehbar.
Der Zugang ist einfach und kostenlos, die Brücke ist für Fußgänger jederzeit begehbar. Von beiden Seiten erreicht man sie über die angrenzenden Straßen bequem und ohne große Höhenunterschiede.
Die Brücke trug einmal aufwändige Gusseisen-Laternen im Jugendstil an ihren Portalen, die das industrielle Bauwerk künstlerisch veredelt. Diese schmückenden Elemente sind heute nicht mehr vorhanden, zeigen aber, dass selbst Arbeiterbrücken damals mit Sorgfalt gestaltet wurden.
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