Fortunabrunnen, denkmalgeschützte Brunnenanlage im Münchener Stadtteil Lehel
Der Fortunabrunnen ist ein Brunnen im Lehel-Viertel Münchens mit einem achteckigen Becken aus rotem Marmor und einer etwa drei Meter hohen Bronzestatue der Göttin Fortuna. Das Werk zeigt Fortuna mit einem großen, gefüllten Füllhorn und wird von vier Meerjungfrauen umgeben, deren Münder die Wasserstrahlen speisen.
Der Brunnen wurde 1907 vom Bildhauer Karl Killer geschaffen, als die Umgebung des Isartors neu gestaltet wurde und fünfstöckige Häuser die Gegend veränderten. Nach schweren Kriegsschäden wurde der Brunnen nach 1945 mit Mitteln aus einer lokalen Stiftung sorgfältig restauriert und wieder in Betrieb genommen.
Der Name Fortuna verweist auf die römische Göttin des Glücks und des Wohlstands, ein Symbol das im frühen 20. Jahrhundert für die wachsende Stadt besondere Bedeutung hatte. Der Brunnen mit seinen Reliefs zu Landwirtschaft, Weinbau und Fischerei zeigt, wie die Münchner Wasser und Natur in ihrem Alltag erlebten.
Der Brunnen steht in Fußnähe der Isartor U-Bahn-Station und ist leicht von der Hauptstraße erreichbar. Im Winter wird der Brunnen mit einer Holzschutzhülle abgedeckt, um die Skulptur und das Wassersystem vor Frost zu schützen.
In den 1900er Jahren verursachte die unbekleidete Statue der Göttin unter Bewohnern solches Aufsehen, dass sie eines Morgens mit Drahtgitter bedeckt wurde, das sie wie eine Köchin mit Schürze wirken ließ. Heute steht die Göttin stolz enthüllt und die Reaktionen darauf sind längst verblasst.
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