Emssperrwerk, Hochwasserschutzanlage zwischen Jemgum und Moormerland, Deutschland.
Das Emssperrwerk ist eine Hochwasserschutzanlage an der Ems, die mit mehreren großen Toren den Wasserfluss zwischen dem Fluss und der Nordsee reguliert. Die Konstruktion besteht aus sieben Toren unterschiedlicher Größe, wobei das mittlere Tor für die Durchfahrt großer Schiffe ausgelegt ist.
Die Planung begann im März 1997, nachdem die Meyer Werft geklagt hatte, immer größere Schiffe nicht mehr auf der Ems überführen zu können; 1996 entschied Ministerpräsident Gerhard Schröder sich für ein Sperrwerk statt für Ausbaggerungen. Gebaut wurde vom 14. September 1998 bis 2002, mit einem gerichtlichen Baustopp 1998. Schröder und Ministerpräsident Sigmar Gabriel eröffneten es am 6. September 2002; erstes Schiff war im November die Norwegian Dawn.
Das Bauwerk ist nach dem Fluss Ems benannt und heißt auf Niederländisch Eemskering. Seine Nutzung ist mit der Meyer Werft in Papenburg verbunden: Seit 2002 wurde das Sperrwerk bei 43 Schiffsüberführungen zum Aufstauen der Ems geschlossen, erstmals beim 294 Meter langen Norwegian Dawn im November 2002. Rechtlich ist das Aufstauen auf 104 Stunden pro Jahr, höchstens 2,70 Meter über dem Meeresspiegel und nur in den Wintermonaten begrenzt.
Das Sperrwerk liegt zwischen Gandersum am Nordufer und Nendorp am Südufer, etwa 15 km flussaufwärts von Emden. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich; ein Blick ist von den Deichen und der angrenzenden Straße möglich. Geschlossen wird nur bei Sturmfluten oder Schiffsüberführungen, die vorher angekündigt werden.
Die mittlere Öffnung hat eine Breite von etwa 60 Metern und wurde speziell für große Schiffe der Schiffbau-Industrie in der Region dimensioniert. Diese Größe ermöglicht es Seeschiffen, flussaufwärts zu fahren, um dort gebaut oder repariert zu werden.
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