Taubergießen, Naturschutzgebiet in der Oberrheinebene, Baden-Württemberg, Deutschland
Taubergießen ist ein 1.697 Hektar großes Naturschutzgebiet am südlichen Oberrhein, das sich über mehr als 12 km von Nord nach Süd und bis zu 2,5 km in der Breite erstreckt. Etwa 60 % sind Auenwald, der Rest Grünland; zahlreiche Wasserläufe durchziehen das Gebiet, und auf dem breiten, langsam fließenden Wasser treiben Matten kleiner grüner Wasserpflanzen. Es liegt bei Kappel-Grafenhausen, Rust und Rheinhausen; 9,98 km² gehören der französischen Gemeinde Rhinau.
Die Oberrheinebene entstand vor etwa 35 Millionen Jahren durch einen Grabenbruch; später schnitt sich der Rhein sein Bett, und Auen bildeten sich. Die Rheinbegradigung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte ein Hauptbett fest und verschob die Grenze, ohne die Besitzverhältnisse zu ändern. Taubergießen wurde am 27. September 1979 zum Naturschutzgebiet erklärt und 2008 in die Ramsar-Konvention aufgenommen.
Der Name stammt vom Taubergießen im Norden, der in den Unterlauf der Elz entwässert. Unter Fischern bezeichnet „taub“ nährstoffarme Gewässer mit geringem Fischbestand, ein „Gießen“ einen unmittelbar vom Grundwasser gespeisten Wasserlauf. Rund 60 Prozent des Gebiets sind bewaldet, der Rest wird als Grünland landwirtschaftlich genutzt.
Bei einem Besuch sind festes Schuhwerk und Ferngläser wichtig, um die Wege zu gehen und die Tierwelt zu beobachten. Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich, aber die beste Zeit ist in den wärmeren Monaten, wenn mehr Leben zu sehen ist.
Der Name stammt vom Taubergießen im Norden, der in den Unterlauf der Elz entwässert. „Gießen“ sind grundwassergespeiste Arme, die dort wieder austreten, wo die Talsohle absinkt; „taub“ nennen Fischer nährstoffarme Gewässer mit geringem Fischbestand. Knapp 60 Prozent des Schutzgebiets, 9,98 km², gehören der französischen Gemeinde Rhinau.
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