Buchberger Leite, Geotop und tektonische Dislokation in Hohenau, Deutschland.
Die Buchberger Leite ist eine Schlucht im bayerischen Hohenau, durch die die Wolfsteiner Ohe über mehrere Kilometer durch Pfahlschiefer-Gestein fließt. Das Gelände ist steil und felsig, mit dicht bewachsenen Hängen, die den Bach auf beiden Seiten einrahmen.
Die Schlucht entstand durch tektonische Bewegungen, die das Gestein über Jahrmillionen zerbrachen und verschoben, bevor das fließende Wasser die heutige Form aushöhlte. Nicht weit entfernt stand die Burg Neuenbuchberg, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen und die zeigt, dass die Gegend schon lange bewohnt war.
Die Buchberger Leite ist Teil des Naturparks Bayerischer Wald und wird von Wanderern aus der ganzen Region besucht. Entlang des Weges wechseln sich moosbedeckte Felsen und rauschende Bachläufe ab, was dem Pfad ein wildes, wenig verändertes Aussehen verleiht.
Der Wanderweg beginnt an einem Parkplatz an der Zuppinger Straße und führt durch abwechslungsreiches Gelände mit einigen anspruchsvolleren Abschnitten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, und wer den gesamten Weg zurücklegen möchte, sollte mehrere Stunden einplanen.
Im Jahr 2003 wurde die Buchberger Leite vom Bayerischen Umweltministerium als eines der 100 bedeutendsten Geotope Bayerns anerkannt. Diese Auszeichnung macht sie zu einem der wenigen Orte im Freistaat, an dem man die Spuren tektonischer Verschiebungen so deutlich im Gestein lesen kann.
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