Burg Altraderach, Mittelalterliche Burgruine bei Kluftern, Friedrichshafen, Deutschland
Die Burg Altraderach ist eine Burganlage bei Kluftern in Friedrichshafen, deren Reste heute als Wall- und Grabenanlage sichtbar sind. Der Platz wird von einem Ringgraben eingefasst, der von einem Erdwall begrenzt wird, während die Ostseite durch steile Abhänge und die Nordseite durch einen hohen Wall geprägt sind.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Herren von Raderach erbaut und 1160 erstmals erwähnt, als Werner von Raderach die Übergabe von Eigenleuten an das Kloster St. Blasien bezeugte. Am 14. März 1280 versprach Graf Manegold von Nellenburg dem Bischof von Konstanz, das Castrum in Radray von der Lehensbindung zu befreien und dem Hochstift Konstanz als Eigentum zu übergeben. Danach wurde die Burg aufgegeben.
Die örtliche Überlieferung siedelt hier Christoph von Schmids Erzählung Rosa von Tannenburg an, wobei die Alte Burg der Tannenburg entspricht. Auch die abgegangene Neue Burg, die Fichtenburg, wird in Raderach verortet. Zwei Straßen erinnern daran: die Fichtenburgstraße in Raderach und die Tannenburgstraße in Unterraderach.
Der Ort ist zu Fuß erreichbar und lädt zu einem Spaziergang durch die Umgebung ein, wobei die Erdwallanlagen leicht zu erkennen sind. Die beste Zeit zum Besuch ist bei trockenem Wetter, da die Wege sonst schlammig werden können.
Im nördlichen Bereich ist ein etwa 2,5 Meter tieferer Graben bewahrt geblieben, der an der nordwestlichen Ecke unterbrochen ist. Diese Unterbrechung deutet auf den Standort des ursprünglichen Eingangs hin.
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