Burg Apenburg, Mittelalterliche Burg in Apenburg-Winterfeld, Deutschland
Burg Apenburg ist eine Burgruine aus dem Mittelalter, die auf künstlich aufgewölbtem Gelände errichtet wurde und sich über eine Fläche von etwa 2000 Quadratmetern erstreckt. Die Anlage bewahrt einen knapp 25 Meter hohen Bergfried im Nordosten, Mauerreste mit spitzbogigen Toreinfahrten und die Spuren eines einstigen Grabens auf.
Die Burg entstand um 1200 und sicherte den Purnitzpass, einen wichtigen Kreuzungspunkt für Handelsrouten zwischen Salzwedel und Gardelegen sowie zwischen Braunschweig und Osterburg. Später wurde die Anlage durch die Familie von der Schulenburg geprägt, die ab 1351 über Generationen hinweg Herrschaft ausübte.
Die Familie von der Schulenburg prägte die Burg über Jahrhunderte und hinterließ Spuren in Form einer neugotischen Kapelle von 1860, die als Begräbnisstätte der Familie dient. Besucher können diese Verbindung zwischen der Adelsfamilie und dem Ort noch heute in den erhaltenen Bauteilen nachvollziehen.
Der Standort liegt in flacher Landschaft und lässt sich leicht zu Fuß erkunden, wobei der Bergfried und die Mauerreste direkt einsehbar sind. Besucher sollten mit wechselndem Wetter rechnen und festes Schuhwerk tragen, da der Boden besonders nach Regen uneben und nass sein kann.
Der Bergfried wurde 1840 grundlegend umgewandelt und verlor seine ursprüngliche Funktion als Wehrturm, um stattdessen als Beobachtungsturm zu dienen. Diese Umbauphase zeigt, wie mittelalterliche Bauwerke zu neuen Zwecken umgenutzt wurden, ohne ihre alten Fundamente zu verlassen.
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