Burg Arnsburg, Mittelalterliche Burgruine in Lich, Deutschland.
Die Burg Arnsburg ist die Ruine einer Spornburg auf einem Rücken 800 Meter südwestlich des Klosters Arnsburg, 17 Meter über der Wetter. Erhalten sind ein quadratischer Turm, umgeben von einer Mauer um einen engen Hof, sowie ein 17 Meter tiefer Trockenmauerbrunnen, der das Grundwasser erreicht. Die Grundmauern wurden 1984–1985 ausgegraben und bis über Erdhöhe aufgemauert.
Um 800 entstand eine erste Burg nahe dem verlassenen Römerkastell, um 1000 eine zweite auf einem Sporn über der Wetter. Sie war Stammburg der Familie von Hagen und Arnsburg, die nach 1156 nach Münzenberg zog. Mönche verwendeten ihre Steine für das nahe Kloster weiter, und 1984–1985 wurden die Reste ausgegraben und gesichert.
Der Name Arnsburg wurde als Burg des Arn oder Burg des Arnold gedeutet, doch kommen diese Personennamen in der Familie der späteren Burgherren nicht vor; auch eine Verbindung zum römischen Legionsadler wird vermutet, da Kuno von Arnsburg den Adler als Wappentier behielt. Heute ist die Anlage ein Feld freigelegter und teilweise bis über Erdhöhe aufgemauerter Grundmauern auf dem Hainfeld über der Wetter.
Die Ruine ist über markierte Wanderwege erreichbar und der Ort bietet gute Aussichtspunkte auf die umliegende Landschaft. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und einige Wege steil verlaufen.
Unter den Burgmauern finden sich Spuren von früheren Siedlungen, die zeigen, dass Menschen diesen Ort schon lange vor dem Mittelalter nutzten. Archäologen entdecken dort immer wieder Artefakte, die von der langen Geschichte dieser erhobenen Stelle berichten.
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