Burg Kempe, Mittelalterliche Burgruine in Mahlitzsch, Deutschland
Burg Kempe ist eine Burgruine, die auf einem Schieferfelsen direkt über der Freiberger Mulde thront. Der noch erhaltene Wohnturm hat drei Stockwerke und misst ungefähr 13 mal 17 Meter, was die typische Größe eines mittelalterlichen Adelssitzes zeigt.
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg reicht bis 1220 zurück, als sie der Familie von Mals als Stammsitz diente. Die Familie behielt das Anwesen bis 1298, danach wechselte es mehrmals den Besitzer und verlor an Bedeutung.
Der Name Kempe stammt vom mittelalterlichen Begriff Kemenate ab, der ein Wohngebäude von Adligen bezeichnete. Diese Bezeichnung findet sich in der Architektursprache des Mittelalters wieder und prägt bis heute das Verständnis solcher Bauwerke.
Die Ruine befindet sich seit 2000 in Privatbesitz und Besuche erfordern vorherige Genehmigung des Eigentümers. Die Anfahrt erfolgt über die Straße Zur Kempe, von wo aus man über lokale Wege zur Ruine gelangt.
Unter der Burg verlief ein unterirdisches Wasserleitungssystem, das den Verteidigern bei einer Belagerung längeren Widerstand ermöglichte. Dieses System zeigt, wie durchdacht und zukunftsorientiert mittelalterliche Befestigungen geplant waren.
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