Burg Körse, Mittelalterliche Burgruine am Schlossberg, Schirgiswalde-Kirschau, Deutschland.
Burg Körse ist eine Burgruine auf dem Schlossberg bei Schirgiswalde-Kirschau mit gut erhaltenen Ringmauern, die stellenweise drei Meter hoch aufragen. Die Anlage folgt einem rechteckigen Grundriss mit vier Toranlagen, die ehemals die Zugänge zum Hauptgebäude bewachten.
Die Anlage entstand um 900 als sorbische Befestigung namens Korzym und wurde bis 1200 zu einer steinernen Burg der deutschen Eroberer umgebaut. Sie entwickelte sich zur größten Wehranlage der Oberlausitz und prägte die Region über Jahrhunderte.
Der Ort war einst Sitz von Sorben und später von deutschen Adelsfamilien, was sich in den verschiedenen Bauphasen der Anlage zeigt. Besucher können diese Schichten der Besiedlung unmittelbar in den Mauerwerken erkennen.
Der Ort ist über Wanderwege erreichbar, die Besucher zu verschiedenen Bereichen der mittelalterlichen Befestigung führen und ohne Eintritt zugänglich bleiben. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege uneben sind und das Gelände verschiedene Höhen hat.
Viele der Granitblöcke in den Ringmauern tragen dunkle Brandspuren von heftigen Belagerungen in der Vergangenheit. Diese Narben erzählen von den blutigen Auseinandersetzungen, die dieser Ort erlebte.
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