Burg Landskron, Mittelalterliche Burg in Oppenheim, Deutschland.
Die Burg Landskron ist die Ruine einer Höhenburg über Oppenheim aus rauem graubraunem Stein. Ihre dachlosen Mauern bilden eine unregelmäßige, gezackte Linie mit Reihen kleiner dunkler Fenster und zwei höheren hellen Steinfassungen oben rechts. Zwei kurze quadratische Aufsätze ragen über die Mauerlinie, und in der unteren Mauer sitzen ein großer Bogen und eine kleine dunkle Tür. Die Anlage steht hinter einem Grasabhang und einem Weinberg.
Die Burg wurde im Mittelalter erbaut und diente der Kontrolle und Sicherung der Region um Oppenheim. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und an neue Funktionen angepasst.
Der Name Landskron stammt von 1668, nach dem Dreißigjährigen Krieg; zuvor hieß die Anlage Reichsburg Oppenheim. Jedes Jahr in der ersten Maihälfte veranstaltet die Stadt einen mittelalterlichen Markt und das Spectaculum in der Ruine. Die Burg dient zudem als Freilichtbühne für die Theaterfestspiele Oppenheims und für Sommerkonzerte.
Die Ruine liegt auf dem Berg über Oppenheim und ist Ausgangs- und Endpunkt eines Weinlehrpfades; ein gekennzeichneter Weg führt von der Stadt hinauf. Auf dem Stumpf des gesprengten Bergfrieds wurde 1875 eine Aussichtsplattform errichtet. Von dort reicht der Blick über die Bergstraße mit dem 517 Meter hohen Melibokus, auf den Wormser Dom, das BASF-Industriegebiet in Ludwigshafen und den Mannheimer Fernmeldeturm; mit Fernglas sogar zur 140 Kilometer entfernten Hornisgrinde im Schwarzwald.
Der im 13. Jahrhundert angelegte Burgbrunnen ist fast 40 Meter tief und enthält noch eine Wassersäule von etwa 2,5 Metern, die heute eine elektrische Tauchpumpe fördert. Von der 1875 auf dem Stumpf des gesprengten Bergfrieds errichteten Aussichtsplattform sind mit einem Fernglas sogar die 140 Kilometer entfernte Hornisgrinde im Schwarzwald zu erkennen.
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