Burg Dill, Mittelalterliche Burg in Dill, Deutschland
Burg Dill ist die Ruine einer Spornburg auf einem Bergsporn über dem Dillerbach in der Gemeinde Dill. Am höchsten Punkt liegt die Kernburg oberhalb der Vorburg; von dem 19 Meter hohen, rechteckigen, viergeschossigen Wohnbau mit 18 mal 12 Metern Kantenlänge sind drei Seitenwände erhalten, die Ostwand fehlt. An der Nordwand sitzt ein Aborterker, Teile der tonnenförmigen Kellergewölbe sind zugänglich. Im Westen zeigen Reste der Ringmauer Fischgrätmauerwerk.
Der Ursprung der Burg reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, möglicherweise auf Fundamente römischer oder keltischer Bauten. Im Jahr 1697 zerstörten französische Truppen die Befestigung, woraufhin sie nie wieder vollständig aufgebaut wurde.
Die evangelische Kirche auf der Fläche der östlichen Niederburg steht an der Stelle der früheren Burgkapelle. Die Anlage war lange in Privatbesitz, bevor die Ortsgemeinde sie 2020 erwarb; heute umfasst das Gelände die Ruine, die Kirche, ein als Ferienhaus ausgebautes Brunnenhaus und ein neuzeitliches Wohnhaus.
Die Burgruine liegt auf einem Bergsporn über dem Dillerbach, mit der Kernburg am höchsten Punkt im Norden und der Vorburg im Westen und Süden. Teile der tonnengewölbten Keller sind noch zugänglich. 2020 hat die Ortsgemeinde die Anlage erworben.
Das Fischgrätmauerwerk findet sich an den Resten der Ringmauer westlich der Kernburg, nicht am Wohnbau. Vom rechteckigen Wohnbau stehen noch drei Seiten, die Ostwand fehlt, und an der Nordwand springt ein Aborterker vor.
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