Burg Wernberg, Burg in Wernberg-Köblitz, Bayern, Deutschland
Burg Wernberg liegt auf einem Sporn auf 415 m ü. NN im Oberpfälzer Wald über dem Markt Wernberg-Köblitz. Die Burganlage ist gut erhalten und wurde bis auf wenige Jahre durchgehend genutzt. Sie ist als denkmalgeschütztes Baudenkmal unter der Aktennummer D-3-76-150-23 und als Bodendenkmal unter D-3-6439-0013 verzeichnet.
Die Burg wurde erstmals 1280 dokumentiert und war ursprünglich im Besitz der Herren von Leuchtenberg, bevor sie durch Kauf an die Familie Paulsdorf überging. Diese Eigentümerwechsel prägten die frühen Jahrzehnte der Burgengeschichte in der Region.
Die Burg war Stammsitz der Wernberger Linie der Familie Nothaft, die sie bis 1509 hielt. 1406 verlieh König Ruprecht ihnen die Hochgerichtsbarkeit, wodurch Wernberg eine unabhängige Herrschaft wurde. Die Burgkapelle, deren Weihe an den heiligen Georg 1401 in den Quellen nicht belegt ist, wird in den verfügbaren Aufzeichnungen nicht erwähnt.
Die Burg befindet sich auf einem Hügel und ist ganzjährig von außen zu besichtigen, sodass Besucher die äußere Struktur und das Burggelände erkunden können. Der Zugang zum Inneren ist derzeit eingeschränkt, da die Anlage eine spezialisierte medizinische Einrichtung beherbergt.
1367 trug Heinrich I. Nothaft seine freieigene Burg dem Königreich Böhmen zu Lehen auf; das Lehensband hielt bis zum Pressburger Frieden von 1805. 1406 verlieh König Ruprecht den Nothaft die Hochgerichtsbarkeit, wodurch Wernberg eine von anderen Landesherren unabhängige Herrschaft wurde.
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